Das Ziel der Aufarbeitung der "WALDBRÖL" ist es die Dampflokomotive wieder in einen betriebsfähigen, fast neuwertigen Zustand zu versetzen, wodurch sie in der Lage wäre regelmässig Touristikzüge durch das Wiehltal zu ziehen. Eigentlich könnte die "WALDBRÖL" somit in eine rosige Zukunft blicken, sofern die Wiehltalbahn eine Zukunft haben sollte.
Die Einsatzmöglichkeiten für die betagte, gebürtige Siegerländerin ausserhalb der Wiehltalbahn sind dagegen aufgrund ihrer geringen Höchstgeschwindigkeit von nur 40km/h mehr als beschränkt, ein Einsatz auf Staatsbahngleisen nahezu ausgeschlossen.
Was bleibt ist die Wiehltalbahn und wenn man die enge geschichtliche Verknüpfung beider betrachtet so muss diese Kombination als ideal gelten. Die Wiehltalbahn ist zwar nicht die originäre Stammstrecke der "WALDBRÖL" aber ist doch eng mit ihr verbunden. So zweigte die Kleinbahn Bielstein-Waldbröl im Bahnhof Bielstein von der Wiehltalbahn ab und vereinigte sich im Bahnhof Waldbröl wieder mit ihr. Bei Übergabe von Waggons an die Staatsbahn in den Bahnhöfen Bielstein und Waldbröl, sowie bei Rangierarbeiten an der zeitweilig gemeinsam genutzten Ladestrasse im Bahnhof Bielstein kam die "WALDBRÖL" regelmässig auf die Wiehltalbahn. Die Wiehltalbahn diente als Tor zur grossen weiten Welt für die Kleinbahn Bielstein-Waldbröl, leitete Güter und Personen weiter oder nahm sie in Empfang. In den 50´ger Jahre gab es sogar durchgehende Personenzüge von der Kleinbahn über die Wiehltalbahn nach Gummersbach. Zu Untersuchungen und Reparaturen in Ihrem Herstellerwerk Jung-Jungenthal in Kirchen a.d. Sieg fuhr die "WALDBRÖL" gelegentlich die Strecke Bielstein - Osberghausen - Dieringhausen - Bergneustadt - Olpe - Rothemühle - Freudenberg - Kirchen und zurück, letztmalig im Jahr 1964 nach der ihrer Hauptuntersuchung.
Die grössten Teile dieser Route, sowie die Kleinbahn Bielstein-Waldbröl sind heute stillgelegt und abgebaut, die Wiehltalbahn dagegen existiert noch und ist seit jüngstem als Denkmal eingetragen. Was wäre also sinnvoller als eine ehemalige Denkmallokomotive und eine denkmalgeschütze Bahntrasse zu einem lebendigen Denkmal in Form einer Touristikbahn zu vereinen?