Die Geschichte der Dampflokomotive "WALDBRÖL"
Die Dampflokomotive "Waldbröl" wurde zusammen mit ihrer Schwestermaschine "Bielstein"' im Jahre 1914 bei der Maschinenfabrik Arnold Jung Lokomotivenfabrik GmbH in Jungenthal b. Kirchen a.d. Sieg gebaut und nahm ein Jahr später am 16. Oktober 1915 zur Eröffnung der Kleinbahn Bielstein-Waldbröl ihren Dienst auf.
Sie wurde dort als Güter- und Personenzuglokomotive eingesetzt. Der Personenverkehr wurde bereits 1957 eingestellt. Ende der fünfziger Jahre andere Quellen nennen die dreissiger Jahre, wurde die Schwestermaschine "Bielstein" verschrottet und durch eine preußische T 13 (Baureihe 92) ersetzt, die fortan den Namen "Bielstein" in zweiter Besetzung trug.
Die "Waldbröl"" erhielt 1964 ihre letzte Hauptuntersuchung und versah bis zur Einstellung des Gesamtbetriebes im Jahr 1966 ihren Dienst. Die letzte Fahrt absolvierte die ",Waldbröl"' am 30. Juni 1966 unter den Augen der Presse. Gefahren wurde die Lok von Lokführer Alfred Wackwitz und Heizer Johann Kluck.
Nachdem sie einige Zeit in Bielstein abgestellt war, wurde sie auf einem Tieflader entlang ihrer ehemaligen Stammstrecke über die Straße nach Nümbrecht transportiert. Vor dem Parkschlößchen sollte sie aIs Denkmal mit dem Namen Nümbrecht der Nachwelt erhalten werden.
Durch die Witterungseinflüsse und die Nutzung als Klettergerüst verschlechterte sich der Zustand der "Waldbröl" zunehmend. Es bedurfte erst der Initiative junger Eisenbahnfreunde bis sich dieser Zustand ändern sollte. Unter reger Anteilnahme der Bevölkerung und der Presse wurde die "Waldbröl" erneut verladen und in das gerade im Aufbau befindliche Eisenbahnmuseum in Dieringhausen geschafft.
Verladung der Waldbröl am Parkschlösschen
Foto: Wolfgang Schmidt, Bergisch Gladbach
Abtransport per LKW
Foto: Sammlung Wolfgang Schmidt, Bergisch Gladbach

Angekommen in der neuen Heimat
Foto: Sammlung Christoph Timper
Hier wurde die Maschine zunächst zerlegt, um das Gesamtausmaß der Schäden bzw. der erforderlichen Maßnahmen abschätzen zu können. Es stellte sich jedoch heraus, daß die Restaurierungskosten die dem Verein zur Verfügung stehenden Kosten bei weitem überschritten.Unter Mithilfe der Kulturstiftung der Kreissparkasse konnten mittlerweile wichtige Teile der Maschine aufgearbeitet werden, so dass die Hoffnung besteht, in absehbarer Zeitdie funktionstüchtige "Waldbröl" wieder in Betrieb zu nehmen.